Ein kleiner Nachtrag zur Wien-Reise: Denn just dort habe ich ebenfalls den einen oder anderen Telemark gesetzt, allerdings bin ich die Rolltreppen abwärts geflogen. Ist vom Gefühl einfach realistischer. Ziiiiiiiiiieh!
Diese Brotschuhe gingen ja durch viele Blogs, und immer wurden sie als Pantoffeln bezeichnet. Also ich habe Pantoffeln noch nie in einem so stilechten Karton gekauft. (Den lustigen Käsefußwitz muss hier jetzt jeder selbst machen.)
Nicht neu, aber ich bin immer wieder fasziniert, wenn ich diese Henkersmahlzeit-Fotos sehe. Und dann geht die Grübelei los, was man selbst bestellen würde.
Zufällig gefunden. Naja, das Angebot »Sachertorte und Cappuccino« für 4 Euro 90 war zu verlockend. Und was soll ich sagen: Ein grandioser Kaffee. Ein echter Eistee. Alte Damen, die mit Namen begrüßt werden und nur zum Pullern kommen. Empfehlung.
Ein wunderbares Interview mit Gudrun Penndorf. Schade nur, dass ich keinen einzigen Asterix-Band besitze. (Kleine Mädchen mögen Asterix nicht so, oder? Sonst könnte ich ja unter dem Vorwand ...)
Das Photo Journal des Wall Street Journals ist zurzeit eine meiner Lieblingsseiten. Und zwischendurch gibt es dann auch noch immer eigene Themenseiten wie diese. Toll.
Und dann diese Diskussionen, ob das Tierquälerei sei. Jung von Matt wirbt dafür jetzt auf seiner Webseite mit dem Spruch: »Dem, der sich das ausgedacht hat, sollte man Arme und Beine ausreißen.«
Ich konnte es nicht weglegen, weiß aber nicht wieso
»Diese vollständige Harmonie von erkenntnisleitendem Interesse und Schamlosigkeit rührte Anselms Herz nun endgültig und er fragte sie geradewegs, ob sie ihm für einen One-Night-Stand zur Verfügung stünde, er würde sie zur Belohnung später auch lobend in seinen Memoiren erwähnen. Aus dem Deal wurde nichts.« (Axel Marquardt, Anselm im Glück, Haffmans Verlag bei Zweitausendeins, 2007)
»Angesichts der ungewünschten Ratschlag-Terroristen werden Sie plötzlich merken, wie sozialverträglich, normal und erwachsen Sie sind. Also genau das, was Ihr Kind bald von Ihnen verlangen wird.« (Gernot Gricksch, Als die wunderbarste Frau der Welt sagte: "Wir sind schwanger!", Knaur Verlag, 2007)
»Namensuchen ist mindestens so schwer wie der Kauf einer guten neuen Jeans. Nur relevanter. Erst freut man sich riesig darauf, weil man denkt, dass man jetzt die Chance hat, was ganz tolles Neues zu finden. Dann fängt man an zu suchen und nichts passt. Zu kurz, zu lang, zu verspielt, zu altmodisch. Ab und an mag man ein Modell, '501' oder 'Marek', aber dann sagt ein Freund oder ein Kollege irgendwas von 'dicker Po' oder 'fieser Fußballspieler' und schon sind Hose beziehungsweise Name wieder gestorben. Es wächst der Frust. Die Lust sinkt. Und irgendwann kommt die Angst, dass man sein ganzes Leben in Jogginghosen beziehungsweise das Kind mit einer Notlösung im Pass herumlaufen muss, weil es auf der Welt keine einzige Jeans/keinen Namen gibt, die/der wirklich hundertprozentig passt.« (Leonie Jakobs, Schön macht's nicht, aber glücklich, Verlag Kiepenheuer & Witsch, 2008)
Der Kollege erzählt mir, dass sein 'Leben nächstes Jahr vorbei' ist, lädt aber per E-Mail alle zu Kaffee und Kuchen ob seiner bevorstehenden Vaterschaft ein. Und ich erzähle – so gut wie – nichts, freue mich aber wie bolle.
»Man sehnt sich nach Freiheit und glaubt, wenn man sie erlangt, sei man automatisch glücklich. Aber so ist es nicht. Freiheit ist eine notwendige, aber keine ausreichende Bedingung für Glück. Wer seine Fesseln abstreift, lernt erst einmal neue Zwänge kennen. Er selbst muss jetzt über jeden Schritt, den er geht, selber entscheiden, muss selber denken, selber handeln, die Verantwortung für seine Entscheidung übernehmen und die Folgen seines Tuns tragen. Freiheit ist der Zwang, sein Leben selbst gestalten zu müssen. Woran soll man sich dabei halten? Wie sich orientieren? Man ist zur Freiheit verdammt. Wer das erfährt, hält wie gelähmt inne und fürchtet sich vor dem ersten selbständigen Schritt, fürchtet sich schon vorher, noch im Käfig, vor dem letzten Schritt in die Freiheit – so, wie das Volk Israel vor dem letzten Schritt über den Jordan.« (Christian Nürnberger, Die Bibel – was man wirklich wissen muss, Rohwolt Verlag, 2005)
Tja, wie nennt man das, was Eure Mütter machen? (Das klappt echt toll mit diesem Namen, das geben die drei ja auch auf ihrer Webseite zu: »Die Entscheidung zu Gunsten von 'Eure Mütter' fiel dann, weil wir dachten, dass es sehr beruhigend auf die Zuschauer wirkt, wenn wir auf die Bühne kommen und den Leuten versichern 'Wir sind Eure Mütter!'«.)
Musikalische Comedy? Keine Ahnung.
Ich habe jedenfalls, nachdem ich den Youtube-Channel komplett durchgeschaut hatte, gleich das aktuelle Album bestellt – es klappt also tatsächlich mit dem kostenlosen Content als Werbung. Und wie die meisten Comedy-Alben funktioniert das natürlich nicht ganz so toll, wie wenn man die Protagonisten noch bei ihrem Tun beobachten kann, aber so bleibt immerhin die Vorfreude, Eure Mütter irgendwann live auf einer Bühne zu sehen.
Preis: EUR 3,50. Allerdings für 32 Seiten. Ich habe auf der Webseite noch einmal nachgeschaut, dass diese 32 Seiten tatsächlich der komplette Umfang der aktuellen Ausgabe sind – es hätte ja auch sein können, dass jemand den spannenden Mittelteil am Kiosk schon hatte mitgehen lassen. Hoffentlich unterstütze ich mit dieser preis-leistungs-beschämenden Spende einen wohltätigen Zweck. (*)
Format: Habe ich mich an das Format gewöhnt, oder ist der Rheinische Merkur tatsächlich etwas kleiner? Nicht viel, denn zusammenfalten und querstreichen muss ich die Seiten auch hier. Aber so insgesamt? Naja, mehr als zwei Sternchen sind auch hier nicht möglich. (**)
Inhalt: Bereits im ersten Artikel waren mehrere Worte enthalten, die ich schlicht und einfach nicht kannte. Das liegt natürlich an meiner fehlenden Bildung, hat aber nicht wirklich zum Lesespaß beigetragen. Überhaupt: Viele der hier schreibenden Journalisten haben einen Stil, der jedem Satz ein solches Gewicht verleiht, dass man vor lauter Nachdenken den Inhalt des Artikels vergisst. Nichts gegen Intellekt, aber das muss doch auch verständlich gehen? Ansonsten war die Themenauswahl recht ausgewogen, wenngleich sie auf 32 Seiten natürlich nicht so reichhaltig ausgeschöpft werden kann, auch der kirchlich-christliche Teil hätte mich nicht weiter abgeschreckt. Dennoch sich die Sternchen in dieser Rubrik sehr wohlwollend vergeben. (**)
Fazit: 5 von 9 Punkten
Kein Wunder, dass ich als Leser von Die Woche mit dem Wechsel zum Rheinischen Merkur schon damals meine Probleme hatte. Ich habe nur leider die falsche Konsequenz daraus gezogen.
Die Samstagsausgabe der Süddeutschen Zeitung hatte ich bei meiner ursprünglichen Planung gar nicht im Blick. Umso überraschender das Ergebnis.
Preis: EUR 2,00. Pling! Man kann eine Zeitung also doch zu einem zumindest psychologisch interessanten Preis anbieten, auch wenn wenn es sich bei der Samstagsausgabe der Süddeutschen Zeitung nicht um eine Wochenzeitung im klassischen Sinne handelt. Das merkt man aber nicht. (***)
Format: Vom Design und vom Schriftbild kommt sie der Welt am Sonntag doch sehr nahe. Von der Seitengröße auch. Hier wird wohl keine Zeitung auf die volle Punktzahl hoffen können. (**)
Inhalt: Im Vergleich zur WamS und der Zeit kann ich keine Abzüge vermelden: Schreibstil gut, Themen gut, Aufbereitung gut, alles gut. (***)
Habe ich nicht richtig geschaut? Der Rheinische Merkur war diese Woche jedenfalls nicht an der Tanke nebenan zu bekommen. Also verzögert sich der weitere Test um eine Woche ... denn Die Zeit vom Donnerstag war mir dann doch schon zu alt.